Richtig Dehnen vor dem Sport

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Obwohl das Dehnen fester Bestandteil jedes Sportprogramms sein sollte, wird es nicht selten vernachlässigt. Dies kann sich jedoch schnell rächen. Warum das richtige Stretching so wichtig ist.

Um die Bedeutung des Dehnen nachvollziehen zu können, sollten Sie zunächst die Funktionen unserer Muskeln kennen. Um eine Bewegung vornehmen zu können, benötigt der menschliche Körper einen Muskel, der sich aktiv kontrahiert. Dieser wird als Agonist bezeichnet. Auf der anderen Seite benötigen wir ebenso einen Muskel, der aktiv nachgibt, da nur so der Agonist seine Bewegung vollziehen kann. Dieser sogenannte Antagonist (Gegenspieler) würde andernfalls den kinetischen Ablauf des Agonisten konterkarieren. Über diese Muskeln verfügen wir beispielsweise im Ellenbogengelenk. Dort muss der Triceps nachgeben, um dem Biceps das Kontrahieren zu ermöglichen. Anhand von Dehnübungen können Sie eher gewährleistet, dass ein adäquates Zusammenspiel zwischen den Muskeln erfolgen kann.

Nicht zuletzt reduziert das richtige Dehnen mit passenden Dehnübungen das Risiko einer Verletzungsgefahr erheblich. So kann der gedehnte Muskel deutlich positiver auf einen unvorhersehbaren Reiz reagieren, als wenn auf das Stretching gänzlich verzichtet wird. Denn durch das Dehnen kann der Muskel effizienter und weicher nachgeben, wobei der Gefahr eines Muskelkrampfes,- risses oder gar Sehnenabrisses entscheidend entgegengewirkt wird. Das Dehnen sorgt auch dafür, dass der Muskel belastbarer ist und schneller sowie stärker kontrahieren kann. Dieser reagiert unter psychologischen Gesichtspunkten aus der maximalen Dehnung mit einer minimalen Verkürzung. Das Stretching kann somit gerade im Leistungssport den Ausschlag geben, geht es doch gerade dort darum, eine Bewegung in sekundenschnelle auszuführen. Was genau beim Stretching zu beachten ist, finden Sie auf www.ihr-wellness-magazin.de.

Dehnübungen haben ferner auch die Ausschüttung wichtiger Stoffe wie Eicosanide und Prostalgine zur Folge. Die erstgenannte Substanz fördert den Proteinwechsel und die Blutdruckregulation. Gerade Proteine sind besonders wichtig für Aufbau und Funktion der Muskeln (die Proteinzufuhr des Körpers kann durch Nahrungsergänzung verbesser werden, siehe www.muskelpower.de). Ferner interagieren diese mit anderen Hormonen. Der zweite Stoff leistet einen wichtigen Beitrag zur Testosteronsynthese sowie -ausschüttung wie auch zu der anabolen Aktion von Wachstumshormonen und Insulin. Durch die Muskeldehnung wird auch das Herz-Kreislauf-System in Schwung gebracht, die Körpertemperatur und Durchblutung steigen an, wodurch der Körper mit mehr Sauerstoff versorgt wird. Sinnvolle Dehnübungen sollten erst nach einem 5-minütigen Aufwärmprogramm (etwa durch lockeres Laufen) vorgenommen werden, da der Muskel “warm” sein sollte. Das Stretching sollte mit einer leichten Übung begonnen werden und behutsam vonstatten gehen. Außer ein leichtes Ziehen sollte kein zusätzlicher Schmerz entstehen. Aber auch nach dem Sportprogramm sind Dehnübungen sinnvoll. Hierbei wird die Spannung aus den Muskeln genommen, die gewohnte Beweglichkeit zurückgewonnen und Körper sowie Geist in eine Entspannungsphase gebracht.