Fahrrad einwintern

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Das Fahrrad – von Kindesbeinen auf lernen die meisten von uns damit zu fahren. Als Sportgerät werden Rennrad oder Mountainbike erst später kennen und lieben gelernt. Wenn der Winter kommt, wird das wertvolle Gefährt oft eingelagert. Damit es im nächsten Frühjahr wieder bestmöglich zum Einsatz kommen kann, bedarf es dabei der richtigen Pflege.

Primär: Die Technik

Höchste Priorität hat die Technik am Fahrrad. Denn diese sichert die Verkehrstauglichkeit und volle Funktion des Fahrrades. Daher sollte ein technischer Check vor dem Verstauen in der Garage oder dem Keller nicht fehlen. Funktionieren Gangschaltung, Bremsen und Dynamo einwandfrei? Leuchten Vorder- und Rücklicht, so wie sie es sollten? Ist der Lenker gerade eingestellt? Sind alle Schrauben stramm angezogen? Ist alles klar und das Fahrrad fährt ohne Quietschen und Wackeln, kann es an seinen Winterstellplatz. Dieser sollte im Trockenen und Winddichten sein, Kälte an sich ist kein Problem. Im nächsten Schritt können einige Vorsorgemaßnahmen getroffen werden. Insbesondere gilt: Gibt es Probleme mit dem Licht, der Schaltung, der Bremse oder sonstigem, wichtigen Gerät, muss umgehend der Fachmann aufgesucht werden. Dieser freut sich über den Besuch, da im Winter saisonal bedingt weniger Radfahrer unterwegs sind. Müssen wichtige Teile ersetzt werden, kann man diese während der Winterpause entspannt bestellen – beim Fachhändler des Vertrauens oder online.

Das Richtige für die Überwinterung tun

Ein elementarer Punkt ist das Ölen der Fahradkette. Ist die Kette stark verschmutzt, sollte sie zuerst entfettet und gereinigt werden. Durch das mehrmalige Drehen im Leerlauf verteilt sich das neu aufgetragene Öl ideal. Moderne Kettenöle beugen einer Neuverschmutzung übrigens vor. Lenker- und Sattelschrauben sollten auch eingefettet werden, damit diese nicht verrosten. Auch alle anderen Oberflächen aus Metall (vor allem Stahl und Aluminium) sollten vor der Einlagerung dünn mit Pflegeöl benetzt werden, um Korrosion vorzubeugen.

Fehler vermeiden

Allerdings gibt es auch Maßnahmen, welche dem Fahrrad Schaden können während es im Winter nicht bewegt wird. Beispielsweise das Überwintern mit leeren Reifen. Überwintern die Reifen ohne Luftdruck, kann das bei langem Stillstand zur Beschädigung der Schläuche oder sogar Reifenmäntel durch die Felgen führen. Empfohlen wird das Überwintern mit maximal aufgepumpten Reifen. Wieviel Bar der Reifen verträgt, steht meist auf dem Reifenprofil. Mit der Zeit nimmt der Reifendruck natürlich von alleine ab, vor der ersten Fahrt im nächsten Frühjahr muss dieser wieder angepasst werden. Zudem schadet einem Fahrrad übermäßig viel Pflegespray, das an die falschen Stellen gelangt. Bremsbeläge etwa können durch eine Ölung vor der Lagerung dauerhaft Grip einbüßen.